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USA Kalifornien


Die Spitzensäfte der USA.

Unser diesjähriges Subskriptions-Angebot vereint nicht mehr und nicht weniger als die ganze, fantastische Bandbreite an Spitzenweinen, die Kalifornien heute hervorbringt. So stehen die 25 Crus, die wir für Sie selektioniert haben, für 25 verschiedene Terroirs, ja Einzellagen, deren Charakter fast das ganze Spektrum von dem abdeckt, was «weinmässig» überhaupt denkbar ist. Besonders stolz sind wir etwa, dass Mark Aubert wieder in dieser Subskription vertreten ist. Er gehört zur kleinen Gruppe jener Chardonnay-Aficionados, die alljährlich eine ganze Reihe von Mikro-Terroir-Selektionen aus den kühlen, küstennahen Gebieten des Sonoma County abfüllen und in Kleinstmengen auf den Markt bringen. Es sind eigentliche Grand Crus nach burgundischem Vorbild. An diese erinnert auch die komplexe Aromatik mit Noten von Brioches, Haselnuss, Honig und Zitrusfrüchten, während im Gaumen dann nebst Vielschichtigkeit und saftiger Frische stets auch enorm viel Kraft und Fülle erkennbar ist. Auf der anderen Seite der Skala stehen – natürlich – die hochkonzentrierten, ja monumentalen Zinfandels von Larry Turley, selektioniert aus den ältesten, oft über 100-jährigen Buschreben-Anlagen, die der begeisterte Hobbypilot entdeckt hat, als er vor Jahren mit seinem alten Buschflugzeug, einer C-185, im Tiefflug über die Weingebiete jagte und dabei mit einem Feldstecher nach alten knorrigen Zinfandel-Stöcken Ausschau hielt. Seine Weine sind extrem, nach unserer Meinung natürlich extrem gut, vor allem aber eigenständig.

Zwischen diesen Antipoden finden wir beispielsweise die Cabernets von David Abreu und Ann Colgin, wie immer enorm konzentriert, aber eben auch ungemein komplex und sinnlich. Es gibt – Bordeaux mit eingeschlossen – nur ganz wenige Winzer auf unserem Planeten, die es schaffen, ähnlich viel aus dieser Sorte herauszuholen. Weitere Napa-Valley-Cab’s die alles zeigen, was man von Spitzenselektionen aus dem bekanntesten Weintal Kaliforniens erwarten darf, haben wir von Switchback Ridge und Robert Foley bekommen, zwei Produzenten, die in den USA bereits Kultstatus geniessen, während sie hier in Europa noch immer eher als Geheimtipps gelten. Erstmals in unserer Subskription vertreten sind die Weine von Maggy und John Kongsgaard. Der Sohn eines Napa-Valley-Richters gehört schon zu den Urgesteinen im Tal. Chardonnay und Cabernet sind seine Aushängeschilder, aber auch sein Syrah ist eine absolute Trouvaille.

In den Crus unserer Napa-Valley-Winzer entdecken wir übrigens schon seit Längerem eine ganz entscheidende Gemeinsamkeit. Sie streben nicht blind ein Maximum an Konzentration und Reife an. So liegen die Weinberge des IX Estate von Ann Colgin in windigen Höhen über dem Talboden und sind allesamt nach Osten orientiert. Zudem gönnen die Winzer ihren wertvollen Trauben vermehrt Schutz vor Hitze und Sonne, etwa durch eine entsprechende Laubarbeit, nicht zuletzt aber auch durch eine tendenziell früher angesetzte Ernte.

Der Jahrgang 2007, der in diesem Angebot dominiert, wird in Kalifornien allgemeim als «outstanding» eingestuft, wobei diese Einschätzung in den vergangenen Monaten sogar von einigen Fachleuten nochmals nach oben korrigiert worden ist. Sowohl in Sonoma als auch in Carneros und Napa gelangen perfekt ausgereifte, komplex strukturierte Chardonnays, die jetzt schon Genuss bereiten, aber auch noch lange im Keller reifen können. In Bezug auf den Cabernet Sauvignon sind die Napa-Valley-Winzer felsenfest davon überzeugt, sich mit dem Jahrgang 2007 auf einem ähnlich hohem Niveau zu bewegen wie in den absoluten Topjahren 2005, 2004 und 2001. Und selbst Zinfandel-Magier Turley konnte beim Jahrgang 2007 aus dem Vollen schöpfen. Schon seit langem verzeichnete man in Kalifornien nicht mehr so milde, ausgewogene Wetterbedingungen vom Austrieb bis zur Ernte.

2006 verlangte den Winzerinnen und Winzern schon mehr ab. Angesichts des kühlen Herbstes ging es darum, die Trauben so lange wie möglich draussen zu lassen. Ann Colgin nahm diese Herausforderung an und so gelangen ihr klassisch anmutende Cabernets mit viel Tiefe und Rückgrat und einem vorzüglichen Entwicklungspotenzial. Den gerade bei den 2006ern könnte sich jenes ungeschriebene Gesetz bewahrheiten, wonach Cabernets, die in einem möglichst langen Vegetationszyklus zur vollen Reife gelangt sind, ihre wahre Klasse erst im Alter zeigen. Als erfreulich in jeder Beziehung stuft David Abreu den Jahrgang 2005 ein. Verständlich, denn nicht jedes Jahr kann ein Weinbergs-Manager und Consultant wie er seinen Kunden berichten, dass die Ernte sowohl quantitativ als auch qualitativ gross ausgefallen ist. Was seine eigenen Crus anbelangt, konnte er beim Selektionieren aus dem Vollen schöpfen wie selten zuvor. Seine beiden Cabernets aus dem Thorevilos Vineyard und der Madrona Ranch zeigen sich zwar heute schon ausgewogen und elegant, aber ihre beste Zeit wird wohl erst in acht oder zehn Jahren kommen.

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