Nebbiolo als Rosato, da haben wir uns schon verschiedentlich gefragt, ob sowas tatsächlich sinnvoll sein kann. Ganz ehrlich, das war es für uns nie. Bis, ja, genau, Sie ahnen es bereits, bis Isacco Costamagna uns begegnete.
Entrappt und direkt gepresst hat Issaco seine Nebbiolo-Trauben. Und nein, es sind keine minderwertigen Früchte, welche er für diesen Wein verwendet hat, sowas käme Isacco nie in den Sinn.
So kommt es denn auch, dass der Wein ganz himmlisch nach roten Beeren duftet, ganz so wie ein junger Nebbiolo etwa, nur vielleicht etwas zarter und mit einem Hauch mehr Blütenduft vermischt. Ordentlich druckvoll fliesst der Wein in den Gaumen und macht sofort klar: Das hier ist keiner dieser profillosen Weinchen, die man uns in dieser Kategorie so oft versucht unterzujubeln. Dieser Wein hier, auch wenn er «bloss» ein Rosé ist, hat Persönlichkeit. Nein, nicht übertrieben, aber ja, es ist durchaus Charakter mit im Spiel. Eine Spassbremse ist Isacco’s Rosé deshalb überhaupt nicht. Ganz im Gegenteil. Wunderbar fruchtig und frisch, beschwingt geradezu, mit ordentlich Energie und Zug auf der Leitung fliesst er nahezu widerstandslos durch die Kehle und erfrischt genauso wie er Spass macht.
Ein Rosé für alle, die etwas mehr erwarten als banale Unterhaltung.