Zentral für Jacques Tatasciore und seine grossen Weine ist das Terroir, das ist kein Geheimnis. Und so war es auch das enorme Potenzial des Terroirs seines Nachbarn, der Domaine Ruedin, welches ihn im ersten Quartal 2019 dazu bewog, Ruedin zu übernehmen. Nun galt es, die besten Lagen, die sehr oft an die Weinberge grenzen, in welchen Tatasciore’s famose Burgunder mit klingenden Namen wie Margiles, Rissieux, Chypre und Virgas wachsen, mit dem richtigen Rebmaterial auszustatten.
Massale-Selektion scheint heute das universelle Zauberwort zu sein. Doch was bedeutet das überhaupt? Bei diesem Prozess gilt es die widerstandsfähigsten Reben, welche verlässlich beste Früchte tragen, zu selektionieren und zu vermehren. Dafür hat Jacques seine liebsten Rebstöcke mit Schlaufen gekennzeichnet und davon Edelreiser (Holz der Triebe der Pflanzen) im Herbst genommen und diese auf die bestehende Unterlags-Rebe von ausgewählten Anlagen der Domaine Ruedin gepfropft. Viel Arbeit ist das, doch diese Investition lohnt, sehr sogar, Sie werden sehen.
Dieser Wein, also der Vase N° 2, ist ein Wein, welcher in einem der Weinberge wächst, die Tatasciore veredelt hat. Hier kommen also bestes Terroir und optimales Genmaterial zusammen. Die erste Vinifikation ist Jacques ganz hervorragend gelungen. Der Wein ist etwas dichter und vielschichtiger als der «herkömmliche» Valentin Pinot Noir und verdient Ihre ganze Aufmerksamkeit. So viel Pinot Noir, nein, so viel Burgund bekommen Sie sonst nicht in Ihr Glas, ausser Sie verdoppeln Ihre Investition. Also, kaufen Sie, was das Zeugs hält oder vielmehr solange es von diesem Wein gibt. Denn wie immer: Die Mengen, die wir anzubieten haben, sind klein, nein, in diesem Fall sogar winzig.