Auch hier auf dem Porcupine Hill hat Rhys die Reben sehr nahe aneinander gepflanzt, fast ein bisschen so wie unsere Freunde Hubert Lamy und Jean-Marc Vincent im Burgund. Das Resultat ist grossartig, denn dieser Pinot duftet ganz wunderbar nach getrockneten Kräutern, nach Pfingstrosen, nach reifen roten Beeren und schwarzen Kirschen, nach Gewürzen, nach exotischen wie Sternanis und Pfeffer. Irgendwie wirkt dieser Wein dunkel, ich kann es nicht besser beschreiben, doch wie werden erkennen, was ich sagen will, wenn sie den Wein in Ihrem Glas haben.
Mächtig Druck macht der Wein im Gaumen und zögert auch keine Sekunde, mit seiner Struktur zu prahlen, schlägt den Gaumen mit straffen Gerbstoffen aus. Doch keine Angst, der Wein kommt ja aus Kalifornien und dort, auch in kühlen Ecken wie dem Anderson Valley, scheint die Sonne lange genug, sodass auch ordentlich Extrakt mit im Spiel ist, welcher die Gerbstoffe sogleich in die Schranken weist und ein wunderbares Finale einläutet, das lange und herrlich saftig ist. Ein kraftvoller Wein, dem Sie wie allen Rhys-Pinots etwas Zeit geben sollten.