Exotisch? Ja und wie! Super, ja wunderschön wie der Bearwallow Chardonnay nach Gewürzen riecht, nach Tellycherry-Pfeffer, nach Blüten (weissen), nach Weinbergpfirsichen und, genau, das ist es, nach Saffran – sorry Stefano, ist wohl kein Wein für dich! Ein Hauch, aber wirklich nur ein Hauch Pfefferminze, die englische Pfefferminze vielmehr ist auch mit im Spiel und gibt dem Bouquet diese verspielte Leichtigkeit.
Kraftvoll fliesst der Wein in den Gaumen und nimmt sich seinen Raum. Die Säure ist wunderbar integriert und setzt perfekt mittig ein, löst einen wahnsinnigen Speichelfluss aus und spült die zarten Gerbstoffe weg – ja, auch Weissweine ganz ohne Kontakt zu den Trauben-Häuten können sowas aufweisen – und schiebt eine faszinierende, eine kalkige Note in den Vordergrund. Die Zunge schnalzt und schnalzt, bis die Mineralik übernimmt und der Wein salzig endet, lange, sehr lange. Der Bearwallow Chardonnay ist ein ernsthafter Wein, einer, der all jenen, die geduldig auf ihn warten, reich belohnen wird. Machen Sie gleich, wenn sie den Wein erhalten, eine Flasche davon auf und die restlichen legen Sie weg, für drei oder vier Jahre, bevor Sie sich über ihn hermachen. Sie werden erkennen, wie unwahrscheinlich viel der Wein gewonnen hat, nur weil Sie ihm etwas Zeit gegeben haben!