Drei Fruchtquellen – Flora Marie, El Diablo und Bressay Estate – zusammen formieren sich zum Chloe Chardonnay. Auf den mageren roten Kieselböden des Central Russian River Valley ist es essenziell, den Ertrag der Reben richtig einzustellen, nicht zu viel und nicht zu wenig Frucht sollen sie tragen, denn sonst läuft man Gefahr, dass die Exotik die Aromatik dominiert. Aber Sie können sich bestimmt vorstellen, dass sowas dem ambitionierten Team um Andy Smith nicht passiert. Frische und Präzision bringt die Frucht aus dem weit im Westen, also an der Küste liegenden Bressay Estate in den Wein, macht quasi das Licht an mit seinen ganz wunderbaren Mandarinen- und Ananas-Aromen. Ebenso ganz wunderbar ist, wie hin und wieder ein feiner Hauch von Orangenblüten und kandiertem Ingwer durch die Nase zieht, ganz ohne zu verweilen. Kraftvoll füllt der Wein den Gaumen, bevor wunderbar mittig die Säuren dem Wein Leben einhauchen. Sein Finale ist wiederum ganz wunderbar straff und saftig mit diesem nur den besten Chardonnays eigenen Grip, der sich – und das ist meine ganz persönliche Formulierung und Interpretation – zusammensetzt aus Mineralik, Gerbstoffen (ja, sowas gibt's auch in Weissweinen) und einer phänomenalen Frische, um nicht zu sagen Säure, die allerdings ausschliesslich frisch, niemals sauer ist und das Finale des Weins um unzählige Sekunden verlängert und einen unweigerlich einen nächsten prüfenden Schluck nehmen lässt. Gut gemacht, Andy!