In Meursault, Puligny- oder Chassagne-Montrachet werden, wenn das Klima sich wie in den vergangenen zehn Jahren weiter erwärmt, viele einst Probleme bekommen. Heutige Top-Lagen werden dann zu warm sein, um lebendige, frische und präzise Weine, wie man es von einem grossen weissen Burgunder erwartet, herzugeben. Dann kommt die Zeit derjenigen Lagen, die noch vor zehn Jahren eher problematisch waren, jedes Jahr eine anständige Reife zu erreichen. Diese damals wenig beachteten Lagen werden zu den favorisierten Quellen und grosse Weine hervorbringen. Und Trézin ist genau eine solche Lage. Hier entsteht ein knackiger Wein, nach Weinberg-Pfirsichen duftend, an meine unbeschreiblichen weissen Blumen erinnernd. Und mit den, fast hätte ich gesagt, obligaten Zitrus- Früchten sowie einem Hauch mineralischer Komponenten. Frisch und doch intensiv fliesst der Wein im Gaumen, unterhält auf hohem Niveau, dreht zu einem fulminanten, langen und herrlich mineralischen Finale auf. Hossa!