Famoser oder gar spektakulärer als die Lage Monts Damnés geht in der Appellation Sancerre nicht. Hier wachsen die schönsten, besten, die grössten Sauvignon blancs der ganzen Appellation. Gleich daneben in der Lage Pain Perdu - ja die Lage heisst tatsächlich so – wächst auch was ganz Leckeres, das Jennifer und Thibault, arg gerne mögen. Und wenn die Mengen von Pain Perdu und Monts Damnes so gering ausfallen wie dieses Jahr, dann gibt es daraus einen einzigen Wein, einen herrlich mineralischen. Anders als andere Winzer, und vielleicht etwas ungewohnt für uns, vertrauen die Denizots ihren Monts DamnesHolzfässern an – Demi-Muids, welche 600 Liter, und Cigares, die 325 Liter Wein fassen. Aber keine Angst, die Fässer sind nicht neu, oder doch, das eine war neu, sodass der Wein einen Hauch Aroma angenommen hatte, der mich allerdings bei diesem Wein überhaupt nicht stört, im Gegenteil, ich mag diese etwas rauchige Note ganz gerne, die mich ein bisschen an Dagueneau's Wein aus Sancerre erinnert. Faszinierend und komplex ist der Duft dieses Weines, welcher von floralen Tönen über fruchtige Noten – Limette und Cedri sind die Hauptakteure – bis hin zu einer Holunder-Blüten-Komponente reicht, welche den Duft so wunderbar expressiv werden lässt. Dicht und spektakulär energiegeladen füllt der Wein den Gaumen und zeigt mächtige Präsenz, bevor er seine zestige Seite auspackt und den Speichel in Massen zu fliessen beginnt. Sein Finale ist lange und herrlich mineralisch. So geht Sauvignon Blanc!