Mit Stolz erfüllt führte uns Thibaud durch den Clos de la Hutte, vorbei am Clos Frèmine, hinüber zum Clos Devant le Jeu, wo er seine immense Erfahrung und das beste genetische Material – richtig Sélection Massale nennt man den Prozess, wenn ein Winzer das Holz seiner liebsten, weil besten Reben zum Veredeln hernimmt, so wie es hier geschehen ist – zusammenführte und einen Weinberg pflanzte, der das Potenzial hat, unvergleichliche Weine wachsen zu lassen.
Devant le Jeu fällt sanft zum Ufer der Loire ab, reicht aber nicht bis zum Wasserlauf, und liegt direkt neben Frèmine. Ach ja, der Name oder vielmehr das Wort Jeu hat nichts mit Spiel zu tun, denn es stammt aus dem Gallischen und bedeutet so viel wie bewaldete Anhöhe.
Der Duft dieses Weines ist unbeschreiblich schön und unfassbar präsent, obwohl zart und flüchtig.
Athletisch, ziseliert und herrlich energiegeladen bewegt sich dieser Chenin Blanc durch den Gaumen, welchen er dann aber druckvoll füllt, bevor er sich mit wehenden Fahnen davonmacht. Das Finale des Clos Devant le Jeu lässt einen argwöhnisch prüfend mit den Augen übers Etikett schweifen. Wie nur schafft es Thibaud, diesem so unendlich eleganten Wein eine unübersehbare Präsenz zu verleihen?
Dieser Wein ist magisch und nicht der einzige aus dem Keller von Boudignon, für welchen dieses Attribut gilt.
Ja, ich tue mich tatsächlich etwas schwer, diesen Wein zu beschreiben, und empfehle Ihnen deshalb, sich selbst ein Bild zu machen, in der Hoffnung, dass Sie zumindest genauso begeistert sein werden vom Clos Devant le Jeu, wie wir es hier alle sind.