Les Fourches, so hiess der Clos de la Maréchale noch bis Ende des 19. Jahrhunderts. Warum man damals den Namen änderte, ist nicht überliefert. Allenfalls könnte es mit der doch ziemlich martialischen Bedeutung von «Les Fourches», einer Kurzform von «Fourches Patibulaires», eng zusammenhängen. Denn diese «Fourches Patibulaires» waren wuchtige Galgen, an welchen damals Verbrecher erhängt wurden. «La Maréchale» verbindet man eher mit der schillernden und festlichen Operettenwelt, mit etwas Sinnlichem, etwas Schönem.
Aber jetzt ist er zurück, dieser «Les Fourches». Lassen Sie sich auf keinen Fall von seinem Namen davon abhalten, ihn zu erwerben, sollte sich Ihnen die Gelegenheit denn überhaupt bieten. Am ehesten wird dieser Wein bei unseren Freunden in der Gastronomie zu finden sein, wenn überhaupt.
«Les Fourches» ist ein echter Mugnier. Aber klar, was sage ich denn da!? Denn sonst würde es ihn gar nicht erst geben. Entschuldigen Sie. Aus den jungen Anlagen des Clos de la Maréchale wird dieser Wein gekeltert, der nicht ganz die Komplexität seines Nachbarn und grossen Bruders erreicht, dafür andere, nicht minder interessante Qualitäten hat. Weicher, geschmeidiger, herrlich blumiger und lebhafter als der «Grosse», lässt er sich schon ganz wunderbar in seiner Jugend geniessen. Ich auf jeden Fall bin ein Fan dieses Weines. Würden wir doch nur etwas mehr davon bekommen.