Romain begann winzig, arbeitete auf etwas mehr als einer Hektare. Seine Weine waren, nein, sie sind phänomenal, eine wirkliche Bereicherung der Champagner-Szene und entsprechend gesucht. Zusammen mit seinem Brunder Thomas übernahm Romain 2022 die elterliche Domaine – nicht ganz acht Hektaren Reben pflegen die beiden heute. Als konsequent kompromisslos würde ich die biodynamische Arbeitsweise der Henin-Brüder bezeichnen. Ausgebaut werden ihre Weine im kleinen gebrauchten und damit aromaneutralen Eichenholz-Fass, bevor man den Wein auf die Flasche füllt. Frei von zugesetztem Schwefel und Versand-Dosage sind die Weine von «Bulle Libre». Richtig, hier ist der Name Programm. Grosse Weine unter den beschriebenen Voraussetzungen zu keltern, ist nicht nur Knochenarbeit, sondern immer auch ein Spiel mit dem Feuer oder vielmehr mit dem Wetter, denn nur reife Frucht führt zum Erfolg. Was soll ich sagen, das hier ist eine der schönsten Entdeckungen der letzten Jahre.